Da unser Geist in der Regel dazu neigt seinen Fokus eher auf Probleme als auf Chancen zu richten, müssen wir auch manchmal unsere Lebensfreude bewusst wecken. So beschäftigen sich viele von uns tendenziell stärker mit negativen Gedanken und grübeln über ihre Sorgen nach. Diese Funktionsweise unseres Gehirns ständig nach Gefahr und Bedrohung Ausschau zu halten, kommt von früher als unsere Vorfahren tatsächlich noch ständig Gefahren ausgesetzt waren. Das Kampf- und Fluchtverhalten hat unseren Vorfahren das Überleben gesichert aber ist für uns heute in vielen Situationen nicht mehr relevant. Wenn man ständig nach möglichen Bedrohungen Ausschau hält, beeinflusst dies auch unsere Stimmung auf negative Weise. Aus unseren Gedanken entstehen unsere Wirklichkeit und schliesslich unsere Handlungen. Aus diesem Grund ist es so wichtig, wieder Herr über das eigene Denken zu werden.

Sich künftig vorzunehmen, seine positiven Gedanken und Empfindungen zu stärken, ist eine bewusste Wahl, die jeder von uns treffen kann. Da aber unsere inneren Avatare, die Negativität verbreiten, sehr hartnäckig sein können, geht es auch darum, ihnen erstmal zuzuhören. Man wird feststellen, dass, wenn wir unsere negativen Avatare erstmal genauer betrachten, sie oftmals ihre Kraft verlieren. Dies, weil die Geschichte, die sie über uns erzählen schlichtweg nicht wahr oder überholt ist. Dies festzustellen, ist auch gleichzusetzen mit wahrem Denken. Viele von uns meinen, wir denken bewusst aber das tun wir gar nicht. Anstatt wirklich zu denken, sind wir darauf fokussiert unsere Meinung oder Vorurteile zu bestärken. Dies hat nichts mit richtigem Denken zu tun und führt dazu, dass wir ein Leben an der Wahrheit vorbeiführen.

Wer wirklich denkt, der gibt seinen inneren Stimmen (oder Avataren) Raum und hört ihnen aufrichtig zu. Aufrichtig zuzuhören, kann auch bedeuten, dass wir feststellen, dass wir gewisse Avatare nicht mehr benötigen, weil sie nicht mehr der Wahrheit entsprechen.

Nur durch richtiges Denken lernen wir uns wirklich kennen und können uns verbessern. Nur wenn wir wahres Denken zulassen, kommen wir in den Genuss des Zu- und Loslassens. Wenn wir uns diesen inneren fiesen Avataren nie stellen, begrenzen wir unser Potential und könne niemals zu der Person werden, die wir sein könnten. Also los – sei mutig und schau dir deine Avatare an!

Wir können also durchaus lernen, unsere Gedanken (die inneren Avatare) zu analysieren und nicht alles zu glauben, was uns unsere automatisierten Gedanken erzählen. Wir verbringen viel zu viel Zeit in unserem Autopiloten, ohne es zu bemerken. Wenn wir Licht in unsere innere Avatarwelt bringen, können wir lernen, die eigenen Gedanken zu akzeptieren, die persönlichen Ressourcen sinnvoll einsetzen, Handlungsfreiheit zu gewinnen und die Lebensfreude zu steigern.